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Outing


(scrollforenglish) Das ist jetzt grad nicht so einfach hier zu posten. Es gibt so blödsinnig viele gute Gründe, das jetzt hier nicht zu tun. All diesen guten Gründen steht nur meine Seele und mein Wesen gegenüber, das trotzdem an diesen Ort will. So tue ich es:

Ich bin ein Sexual Healer. Und somit: ein Sexwork-, oder Sexarbeitmensch. Oder Prostituierter.

Ja, in meinen Sessions gibt es Sex gegen Geld. Und dazu meine ganze Aufmerksamkeit. Und volle Bewusstheit. Und meine körperliche und herzverbundene Liebe und Präsenz in jeder Sekunde. Und noch etwas macht meine Sessions aus: Es gibt keinen 'automatischen Ablauf' im Austausch von körperlicher Liebe. Ganz im Gegenteil. Wir durchbrechen alle Muster und Strategien der üblichen kulturell geprägten Sexualitäten, indem wir genau diese Abläufe verhindern. Das kann pure Freude, und auch schmerzhaft sein. Wir suchen also nicht die comfortably numb Sexualität, sondern die wertvollste aller Sexualitäten, die ureigene Sexualität in uns, die nur aus der tiefen Quelle der Verbundenheit mit sich selbst heraus kommt. So beginnt der Weg in der Stille der Sexualseele. Um dort die längst verhallten Rufe und Wünsche wieder zu hören, die zuwenig oder nie gehört wurden.....

So geschehen in den Sitzungen nicht Worte und schon gar keine Lehren, sondern das eigene sexuelle Erleben, das keiner Erklärung bedarf, weil es nur gefühlt werden kann.


Mit diesen Worten distanziere ich mich nicht von Prostituier-, Sexarbeit- und Liebesdienstmenschen. Ich kann mich nicht distanzieren, seit ich weiss, wie wertvoll die Arbeit all dieser Menschen ist, und dass ich schlussendlich genau dasselbe tue wie sie alle, nur in anderer Form. Es ist unbestreitbar, Sexualität birgt enorme Heilkraft in sich. Immer. In fast allen Formen. (Und bitte, ich spreche hier nicht von jenen Formen der Sexualitäten die richtigerweise unter Strafe stehen).

Nähe, Liebe, Geborgenheit, Sexualität, verbundene Berührung, Essen, Wasser und ein Zuhause sind grundlegende Bedürfnisse und Rechte des Menschen. Neue Studien zeigen, dass für viele Männer, welche einen Sexarbeitmenschen aufsuchen, es nicht nur um die ejakulative Befriedigung geht, sondern vielmehr das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit, welches sie in ihrem Leben zu wenig oder gar nicht erfahren. Viele Sexarbeitmenschen haben mir persönlich dies bestätigt.

Ich bin ein Sexarbeitmensch. Es ist eine wundervolle und schöne Arbeit, die weder auf den Strassenstrich, noch in Verrichtboxen, noch in dunkle Hinterhöfe gehört. Und schon gar nicht in die Hände irgendwelcher kriminellen Organisationen. Diese Arbeit gehört verdammtnochmal in die Hände unserer ganzen Community.

Ich freue mich auf bald folgende Vorträge und Sharings zum Thema. Be sexy, stay tuned: www.rogerspiess.ch

(Bitte, falls Du etwas im comment sharen möchtest, dann nur deine eigenen Gefühle und Erlebnisse, wie Du Heilung durch Sexaulität erlebt hast. Danke Dir für deinen Respekt).


ENGLISH

This isn't as easy as I felt. And there are many good reasons not to do that here. All these good reasons are faced by my soul and my being that wants to go to this place. So it is, I do it:

Outing I am a sexual healer. And therefore: a sex worker.

Yes, my sessions involve sex for money. And all my attention. And full awareness. And my physical and heart-connected love and presence in every second. And there is something else that sets my sessions apart: There is no 'automatic process' in the exchange of physical love. Quite the opposite. We break all patterns and strategies of normal culturally influenced sexualities by preventing exactly these processes. So we are not looking for comfortably numb sexuality, but rather the most valuable of all sexualities, the very own sexuality within us, which comes from the deep source of connection with ourselves.

So it's not words that happen in the sessions, but rather your own sexual experience, which doesn't need any explanation because it can only be felt.

With these words I do not distance myself from people who work in prostitution, sex work or love services. I can't distance myself since I know how valuable the work of all these people is. There is no denying that sexuality has enormous healing power. Always. Closeness, love, security, sexuality, touching connection, food, water and a home are basic human needs. New studies show that for many men who visit a sex worker, it is not just the satisfaction of their sex drive that is in the foreground, but rather the need for closeness and security, which they experience too little or not at all in their lives. Many sex workers have confirmed this to me personally. This work can be healing, but its value is not recognized in our culture and religion. I am a sex work person. It is a wonderful and beautiful activity. This work does not belong on the street, nor in work boxes some cities offer, nor in dark backyards. And certainly not into the hands of any criminal organizations. This work belongs in the hands of our entire community. I look forward to soon coming future lectures and sharings on the topic.

Be sexy, stay tuned: www.rogerspiess.ch


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