Naked Seminar II - das sexuelle Experimentierfeld
- Roger Spiess

- 2. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Eines der grossen Themen im Seminar wird sein:
Sexualität zwischen Macht, Maskerade und wahrer Liebe

Was genau suchen wir in der Sexualität, für uns selbst und für unsere Partner? Liebe? Verbindung? Sicherheit? Und welche Strategien nutzen wir, um diese Ebenen zu etablieren?
Verstörend dabei ist, wie schnell Sexualität instrumentalisiert wird, um diese Ziele zu erzwingen. Damit wird sie zum bloßen Mittel herabgestuft – zu einem Werkzeug, um etwas zu erreichen, das wir im Außen zu brauchen glauben. Doch wie können wir hinter diese Maskeraden schauen? Und was werden wir dort finden?
Ein Blick in den Spiegel: Erkenntnisse der Forensik Die Fakten aus der Forensik und der Arbeit mit Sexualstraftätern werfen ein scharfes Licht auf unsere Schattenseiten: Vergewaltigung ist kein Akt der Lust, sondern ein Akt der Gewalt, der sich der Sexualität lediglich als Instrument bedient. Dies zwingt uns, unser Verständnis von sexueller Energie grundlegend neu zu definieren: Sie ist eine neutrale, kraftvolle Ur-Energie, die erst durch die Absicht des Individuums ihre Form erhält.
Nicht die Sexualität ist „toxisch“ – «toxisch» hier ist wie sie missbraucht wird, um den Bedarf an Kontrolle zu stillen oder Wut zu entladen. Das „Sexuelle“ ist hier nur die Maske für einen Akt der Entmenschlichung.
Diese Dynamik lässt sich überall dort entblössen, wo Sex als Druckmittel oder für Besitzansprüche fungiert. Hier wirkt Sexualität trennend und zerstörerisch; sie bricht Grenzen auf, anstatt sie zu achten.
Der heilende Raum der Ganzwerdung Wenn wir die Machtstrategien loslassen, öffnen wir den Raum für das, was Sexualität eigentlich sein kann: Ein Raum, in dem Energie nicht gegen jemanden, sondern mit jemandem geteilt wird. Unter der Bedingung von echtem Konsens und tiefer Liebe verwandelt sich diese Ur-Kraft in eine heilende Energie:
Vom Ich zum Wir: Während Macht isoliert, stiftet liebevolle Verbindung Zugehörigkeit.
Nähren statt Verzehren: Heilende Sexualität ist ein Akt des Gebens und Empfangens, der die Beteiligten stärkt, anstatt sie zu schwächen.
Integration statt Abspaltung: Während Gewalt zur Trennung vom eigenen Körper führt, ermöglicht die liebevolle Begegnung eine tiefe Rückkehr zu sich selbst – ein Ankommen im eigenen Körper durch das Spiegelbild des Gegenübers.

Was wir im Experimentierfeld des ‹Naked› Seminars erforschen: Wir gehen von der Haltung aus, dass Sexualität kein über uns bestimmender Trieb ist, sondern eine Lebensenergie, der wir selbst eine Form geben. Wir setzen die ethische Ausrichtung und die Körperweisheit jedes Einzelnen ins Zentrum. Wir beobachten die feinen Signale unseres Körpers: Wo ziehen wir uns zusammen (Macht/Angst) und wo öffnen wir uns (Vertrauen)?
Wir erforschen, dass wahre sexuelle Integrität nur dort entstehen kann, wo sie vom Drang nach Macht befreit ist. Wir lernen, unsere Sehnsüchte, Nöte und vermeintlichen Bedürfnisse nicht mehr hinter Masken zu verstecken, sondern sie zu uns zurückzunehmen.
Ich bin die Meisterin oder der Meister meiner Sexualität. Meisterschaft bedeutet hier nicht Perfektion, sondern die bewusste Verantwortung für die eigenen Impulse. Ich bin kein Spielball meiner unbewussten Mängel mehr, die die sexuelle Energie missbrauchen, um eine vermeintliche Komfortzone zu erzwingen.
Ein Experiment zur Sexualität. Der Raum steht. Füllen wir ihn mit Wahrheit über uns selbst. Und lernen daraus. Alle voneinander.
‹Naked› Seminar | 15. bis 19. April 2026 | Schloss Glarisegg
Transparenz-Hinweis: Dieser Text ist das Ergebnis einer Koproduktion. Die persönlichen Impulse und das Seminarkonzept von mir wurden im Dialog mit der KI Gemini als Recherche-Partner präzisiert, um die komplexen Zusammenhänge von forensischer Täterforschung und den heilenden Potenzialen der Sexualität so klar und fundiert wie möglich darzustellen.






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