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Das andere Seminar der Sexualität: W.O.R.T.H.

Reflektion: Wo stehe ich in meiner Sexualität?


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Wo orte ich mich in Bezug auf die Sexualität ein? Bin ich eine begehrenswerte, erotisch strahlende Person? Oder nehme ich mich selbst eher als still und eher unsichtbar wahr?

Ich frage mich, ob ich mich über meine Gefühle hinweg dafür entschieden habe, dass Sex einfach immer schön sein soll oder gar muss, und allen Beteiligten nur gut tun soll? Höre ich auf die Gedanken und Gefühle die mich manchmal stören und mich auffordern, tiefer über meine Sexualität nachzudenken?

Ich frage mich, wie viel ich in meine Sexualität investiere, indem ich darauf achte, meinen Körper durch Pflege und Training zu einem attraktiveren Aussehen zu verhelfen. Und wie viel gebe ich dafür aus an Geld und Zeit? Wie tief ist mein Wissen tatsächlich über mich und meine eigene Sexualität? Oder habe ich mich nur darauf konzentriert, meine Partnerinnen und Partner zufriedenzustellen?


Der Wert der Selbstfürsorge


All diese Dinge sind Ausdruck der Selbstfürsorge. Sie vertiefen den Kontakt zu mir selbst und zum eigenen Körper. Ich bemerke immer wieder: Wenn diese Dinge meinem eigenen Wohl dienen, ist das gut. Wenn ich sie jedoch ausübe, um den eigenen Marktwert zu erhöhen und andere mit meinen verschiedenen Potenzialen zu beeindrucken, dann finde ich mich in einem Kreislauf wieder, der nur sehr selten ein gutes Ende findet.

Selbstfürsorge hat nichts mit Leistungsdruck zu tun und geht nicht über den Weg des „besser sein müssen“ oder „sich selbst zu perfektionieren“. Sie geht über den Weg des sich selbst Kennenlernens – sich selbst zu spüren und sich selbst als das zu wertschätzen, was ich bin. Nicht mehr, und nichts weniger. Sich mit andern zu messen ist ebenfalls ein Kreislauf, der sehr oft kein Ende findet.

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Der einzig verlässliche Maßstab ist für mich das ehrliche Nachfühlen darüber, wie bewusst und ehrlich ich mit und zu mir bin. Es geht nicht darum, 24/7 mit mir verbunden zu sein. Das ist so gar nicht möglich für mich. Aber es geht darum, wenn ich nicht mit mir verbunden bin, dies zu erkennen, zu fühlen und mir bewusst darüber zu sein.

Also dort zu sein, wo ich tatsächlich auch bin mit mir. Ohne es schön- oder schlechtzureden. Das ist, was ich Radical Reality nenne.


Eine Einladung: W.O.R.T.H.-Seminar


Genau darum geht es in erster Linie im Seminar W.O.R.T.H.: Wie finde ich meinen Weg, mich selbst zu fühlen, ohne mich mit anderen zu vergleichen oder deren Idealen zu folgen? Wie lässt sich ein authentischer und ehrlicher Weg gestalten, in dem ich mich zeigen kann? Und wie werde ich dadurch in der Sexualität „erfolgreich“? Dies ist eine der Fragen, denen wir im W.O.R.T.H.-Seminar nachgehen.

Wir suchen und finden Wege, uns in unserer Sexualität so anzunehmen, wie wir sind. Ohne äußere Maßstäbe und Wertebilder unserer Sozialisierungen, indem wir miteinander in die Erfahrungen echter Authentizität und Ehrlichkeit gehen. Ohne angelernte Vorgaben und Erwartungen.

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Irgendwann, auf dem langen Weg des Kennenlernens meiner Sexualität wurde mir bewusst, dass nicht das Gelernte und antrainierte Methoden meine Sexualität „besser und tiefer“ machen. Und es ist nicht das, was ich als Plan, Wissen und Methoden mit in die Sexualität einbringe. Nein. Das wahre Geschenk, das ich mir und meinen PartnerInnen machen kann, ist, mich selbst so wie ich bin mit in die Begegnung zu bringen. Und das sind meine Offenheit, Verletzlichkeit und Authentizität. Erst damit ist auch mein Herz mit dabei. Und erst dadurch entsteht das, was gleichsam so sexy wie tief intim ist: Verbindung.

Wir öffnen miteinander diese Räume.

Text: ©RogerSpiess


 
 
 

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