top of page

Is it safe, is it safe to be just who we are?

Lana del Rey in ihrem Lied 'Love Song'

Nein, für zu viele queere und nicht-binäre Menschen auf dieser Welt ist es nicht sicher, anders zu sein.

So viele von uns wissen nichts davon, ich eingeschlossen, weil wir als heteronormative weiße Personen in relativ liberalen Gesellschaften nicht dieselben Erfahrungen mit unseren Mitmenschen machen wie Menschen, die sich außerhalb der sozialen Normen bewegen.


Wie oft habe ich von meinen Klientinnen von Übergriffen gehört, nur weil sie in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, nur weil sie queere oder non-binäre Personen sind. Und diese Übergriffe waren eher mittel bis schwer als leicht einzustufen.


Was gab es da zu raten, außer ruhig und gelassen zu bleiben, nicht zu reagieren und es hinzunehmen, um Schlimmeres zu vermeiden?


Es ist fade und hilflos, von den Opfern Verständnis einzufordern und die Täter*innen durch Schweigen von ihren Taten freizusprechen.

ree

Viel wurde schon getan. Unsere Gesetze sind in dieser Hinsicht oft viel fortschrittlicher als die Gesinnung mancher unserer Mitmenschen.

Es kann jedoch nicht sein, dass Menschen durch Gesetze beschützt werden müssen, anstatt durch die Liebe und das Gemeinschaftsgefühl aller Menschen in dieser einen Welt geschützt zu sein.

Einer der Gründe für die Entstehung von Macht, Hierarchie, Kapitalismus und Kolonialismus ist das sogenannte Naturgesetz des Stärkeren bzw. der Überlebenstrieb, oder wie Darwin es nannte: survival of the fittest.

Ist das wirklich wahr?

Ist es wahr, dass der Mensch fähig ist, eine künstliche Intelligenz zu erschaffen, Organe zu transplantieren und ins Universum vorzustoßen, währenddessen trotzdem das Gesetz des Stärkeren und der moralischen Mehrheit immer noch so viel Gültigkeit hat, dass Menschen, die anders sind, in Angst leben müssen?


Es wird Zeit, dass Menschen mensch sein dürfen. So, wie sie sind. Unsere Verantwortung liegt nicht darin, andere zu bewerten, einzuordnen und zu verurteilen.


Unsere Verantwortung liegt dort, uns selbst immer wieder zu reflektieren, zu spüren und offen für das zu sein, das anders ist.

Nicht, um alles, was anders ist, gut finden zu müssen. Nein. Nur, um zu sehen, dass andere Menschen anders sind. Und das ist Ok. Nichts mehr und nichts weniger.


Kein KI. Nur mein Herz. Danke für deine Zeit.

©RogerSpiess

 
 
 

Kommentare


bottom of page