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Sexuelle Freiheit und Pädophilie


Eine Leserin stellte mir kürzlich die Frage, wo, vor allem im Kontext mit der Pädophilie, sind die Grenzen der sexuellen Freiheit?

Die WHO hält fest, dass es für jeden Menschen ein Recht auf seine eigene freie Sexualität gibt. Dieses Recht ist von enormer Bedeutung vor allem für Frauen in vielen Ländern dieser Welt.

Freiheit der Sexualität bedeutet in erster Linie, dass ich die Urform meiner eigenen Sexualität erforschen und geniessen darf, und keiner Ideologie folgen muss.

Um die Grenzen der sexuellen Freiheit fest legen zu können, brauchen wir Definitionen derselben. Wo beginnt die sexuelle Freiheit, und wo hört sie auf? Die Grenzen der sexuellen Freiheiten beginnen dort, wo Opfer und Täter Rollen erkennbar werden. Dort wo Schwächere durch Macht oder Gewalt Stärkerer zu Dingen gezwungen werden, die sie nicht machen möchten. Bei Erwachsenen Ist das alles in der Regel leichter zu handhaben, erwachsene Opfer können reden und anklagen.

Das ist bei Kindern anders. Kinder sind viel leichter und subtiler zu manipulieren, so dass sich pädophil veranlagte Menschen schnell einmal vormachen, dass das Kind die sexuellen Handlungen wollte und gar 'gern hat', was natürlich so überhaupt nicht stimmt.

Ein klassisches Beispiel: Ein kleines Mädchen entdeckt das Hoppe Hoppe Reiter Spiel mit einem Erwachsenen. Mit gespreizten Beinen sitzt das Mädchen rittlings auf dem Knie des Erwachsenen, und geniesst die Aufmerksamkeit, die Freude und wohl in vielen Fällen auch das schöne Gefühl zwischen ihren Beinen, das durch das wippen und die Reibung an ihrer Vagina entstehen kann. Für das Mädchen ist es nicht der Erwachsene der ihr das schöne Gefühl gibt, es ist klar und richtigerweise ihre Muschi. Sie geniesst sich selber und ihren Körper. Es gibt Kinder, die das sogar ausdrücken, frei und unbefangen.

Dem Erwachsenen fällt das im ersten Moment wohl gar nicht auf, er oder sie teilt die Freude mit dem Kind, und so ist, obwohl wir uns per Definition schon in einer eindeutigen sexuellen Situation befinden, kein Opfer und kein Täter oder Täterin zu erkennen. Es geht beiden gut, es ist eine Freude bei beiden.

Kinder setzen sich selber jedoch oft keine Grenzen, und so kann das Hoppe Hoppe Reiten gesteigert werden, manchmal sogar dahin gehend, dass das Kind seine eigenen Bewegungen erhöht um für sich selber noch mehr Reizung und Lust zu erzeugen. Irgendwo wird oder muss der Erwachsene jetzt bemerken, dass das Spiel eine starke sexuelle Note erhalten hat, und das Kind sich jetzt etwas holt. Mag sein, dass es nicht einmal weiss, was es sich holen will, denn es befindet sich hier nicht selten in einer ganz neuen Erfahrung. Kinder setzen sich selber in solchen Situationen keine Grenzen und kein Ende. Das liegt nicht daran, dass der Erwachsene so toll ist, oder dass es ihn besonders liebt, oder dass es sogar seine Sexualität mit genau diesem Erwachsenen leben möchte! Das sind alles Interpretationen pädophil veranlagter Menschen, die sich damit in ihrem Tun legitimieren möchten. Dem 'Spiel' ein Ende zu setzen, das muss jetzt der Erwachsene, in einer liebevollen aber bestimmten Weise übernehmen. So kann und muss er sich aus einer Situation heraus nehmen, in die er auf keinen Fall gehört. Er hat dort schlichtweg nichts verloren.

Diese Situationen können passieren, und laufen sie so ab, ist das völlig in Ordnung.

Beginnt der Erwachsene jedoch gefallen an der Situation zu finden, und motiviert das Kind noch weiter zu machen, eventuell sogar auch dann, wenn das Kind genug hat, dann ist die Situation gekippt, der Erwachsene nutzt die Gelegenheit um sich selber zu erregen, er holt sich etwas. Das Gefälle des Erwachsenen, der mehr Macht und Einfluss auf das Kind hat beginnt zu spielen, und nicht selten wird das Spiel in der Folge dann vom Erwachsenen sogar in den nächsten Tagen immer wieder initiiert, vielleicht sogar verlangt. Das ist Manipulation, jetzt sind wir klar im Missbrauch angelangt, auch wenn das Kind zur Situation nicht explizit Nein sagt! Denn es ist immer in der Verantwortung des Erwachsenen, das Kind vor allem in sexuellen Bereichen zu schützen. Das Kind kann das für sich selber schlichtweg nicht. Hier befinden wir uns an einer ganz klaren Grenze der sexuellen Freiheit.

Es ist traurig, wieviele Menschen sexuellen Missbrauch und Gewalt erleben mussten. Es ist traurig, dass sie genau in einem so wichtigen Bereich der Lebenskraft zum Teil schwere Verletzungen mit sich tragen müssen die ihr ganzes Leben wirken, und so eine gesunde und freie Sexualität verhindern. Das Recht auf die eigene Sexualität ist auch ein Recht auf Schutz derselben. Und Schutz ist immer auch Aufklärung. Es hat nichts mit Pädophilie zu tun, wenn Eltern die Türen zur Kommunikation über Sexualität zu ihren Kindern offen halten. Es hat vielmehr mit Schutz zu tun. Was ist ein gutes Gefühl? Was ist ein schlechtes Gefühl? Wie folge ich meinem Körpergefühl? Nein, sagen, wenn der Körper nein sagt! Sprechen sie mit ihrem Kind über Sexualität, bevor es jemand tut den sie nicht kennen.


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